Kurz: womit du sie öffnest
Am Handy
Datei antippen und „Öffnen mit“ wählen: Komoot, Organic Maps, OsmAnd, Locus Map oder Gaia GPS nehmen GPX direkt entgegen. Am iPhone geht das aus „Dateien“ und aus dem Mail-Anhang heraus.
Am Rechner
gpx.studio im Browser zum Ansehen und Bearbeiten, Google Earth Pro, QGIS, oder direkt der Upload bei Strava, Komoot und Garmin Connect. Zum Hineinschauen reicht jeder Texteditor.
Was du nicht brauchst, ist ein spezielles „GPX-Programm“. Das Format ist offen und schlicht; die Frage ist nie, ob eine App es lesen kann, sondern was sie danach damit anstellt.
GPX in Google Maps — die ehrliche Antwort
Google Maps selbst importiert keine GPX-Dateien. Weder in der App noch im Browser gibt es dafür eine Funktion, egal wie viele Anleitungen etwas anderes versprechen. Zwei Wege führen trotzdem zum Ziel:
- Google My Maps (mymaps.google.com): neue Karte anlegen, „Importieren“, GPX-Datei hochladen. Die Spur erscheint als eigene Ebene und lässt sich teilen. Was dabei verloren geht, sind Höhe und Zeitstempel — My Maps zeichnet die Linie, nicht das Profil.
- Google Earth Pro (kostenlos, Desktop): Datei → Öffnen, GPX auswählen. Earth kennt die Höhe und kann die Spur im Gelände zeigen.
Wenn es dir um Höhenprofil und Auswertung geht, ist beides der Umweg: Dafür sind Komoot, Strava oder eine Tourenapp gebaut, und Google Maps ist es nicht.
Was in einer GPX-Datei steht
GPX ist XML — lesbarer Text. Aufgeklappt sieht ein Trackpunkt so aus:
<trkpt lat="47.716700" lon="13.000000">
<ele>1729.0</ele>
<time>2026-08-07T08:14:22Z</time>
</trkpt>
Mehr ist es im Kern nicht: Breite, Länge, Höhe, Zeit, tausendfach
hintereinander. Dazu kommen je nach Quelle Wegpunkte (wpt), geplante Routen
(rte) und Erweiterungen für Herzfrequenz oder Trittfrequenz. Genau diese
Schlichtheit ist der Grund, warum eine GPX-Datei aus dem Jahr 2010 heute noch überall
aufgeht — und warum ein Export in GPX etwas anderes ist als ein Export in ein
App-eigenes Format.
Die Höhe in der Datei ist nicht neutral
Im <ele>-Feld steht eine Zahl, aber die Datei sagt nicht dazu, woher
sie stammt. Je nach Aufnahmegerät ist das die GPS-Höhe, ein barometrischer Wert oder eine
nachträglich aus einem Geländemodell ergänzte Höhe. Manche Portale rechnen beim Import
sogar stillschweigend um.
Deshalb können zwei Auswertungen derselben GPX-Datei verschiedene Höhenmeter melden, ohne dass eine davon defekt ist. Wenn dich das genauer interessiert: welche vier Höhen ein Gerät meinen kann und wie Höhenmeter überhaupt gezählt werden.
GPX-Datei erstellen und exportieren
Erzeugen kannst du eine GPX-Datei auf drei Arten: aufzeichnen (jede Tourenapp), planen (Komoot, gpx.studio, Outdooractive) oder exportieren aus dem, was du schon aufgezeichnet hast.
Beim letzten Punkt lohnt der Blick ins Kleingedruckte deiner App: Etliche verlangen ein Abo dafür, dass du deine eigenen Touren wieder herausbekommst. In VERT ist der GPX-Export kostenlos — Geld dafür zu nehmen, dass du deine eigene Saison exportieren darfst, wäre eine Drohung und kein Funktionsumfang.
Nach Komoot, Strava oder Garmin importieren
- Komoot: im Browser unter Planen → Import, oder am Handy die Datei teilen und Komoot als Ziel wählen.
- Strava: Aktivität hochladen → Datei. Strava rechnet die Höhenmeter oft selbst neu, statt der Datei zu glauben.
- Garmin Connect: Importieren im Menü, danach lässt sich die Strecke auf die Uhr schicken.
Und wenn du nur wissen willst, wie hoch der Punkt liegt, an dem du gerade stehst:
Meine Höhe anzeigenKurz zusammengefasst
- GPX ist offener Text mit Punkten — fast jede Outdoor-App liest es.
- Google Maps importiert kein GPX; My Maps oder Earth Pro schon.
- Die Höhe in der Datei hat keine Herkunftsangabe, deshalb streiten Auswertungen.
- Ein Export, für den du zahlen musst, ist kein Export, sondern eine Geisel.